FKK Camping

Sonne, Meer und Strand – und ein nasser Bikini oder eine nasse Badehose am Leib: Nein! Hinein in das kühle Nass, ohne Alles: Freiheit für den Körper!

FKK: Freikörperkultur, ist genau das, was es meint. Die Zwänge sind genug, in welchen man sein Leben fristet. Sich einmal nicht darum kümmern zu müssen, welche Hose, welches Kleid, welche Schuhe dazu man nun mal wieder anzieht: ein Genuß! Zu sein, wie man ist!

FKK-Campingplätze sind Gemeinschaften: Gemeinschaften von Gleichgesinnten. Kaum einer fährt dort hin, um sich nackt auszuziehen. Der Grund ist eín anderer: das Lebensgefühl, nackt zu sein, frei zu sein, von dem Zwang, den man tagtäglich erlebt und der nichts mit einem zu tun hat.

“Wären Menschen dazu bestimmt, nackt zu sein, wären sie so geboren worden”. Der geistreiche Oscar Wilde hat es wieder einmal perfekt in Worte gefasst.

FKK-Campingplätze sind mittlerweile in vielen Regionen entstanden und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Der Tourismus hat sich mittlerweile auf diese Nachfrage eingestellt. Zelten auf einem FKK-Campingplatz ist mittlerweile in vielen touristischen Gebieten möglich. Die Klientel geht durch alle Schichten unserer Gesellschaft, es ist ein buntes Völkchen, das sich dort trifft.

Nacktheit ist hier weitgehend der Begriff für Naturalismus. Dieser schließt oft Werte mit ein, wie etwa Solidarität und Rücksichtsnahme. Entstanden ist der Begriff der Freikörperkultur Anfang des 20. Jahrhunderts, im Zuge einer zum körperlichen hingewandten Einstellung, insbesondere von Künstlern und einer bourgoisen Avantgarde als Gegengewicht zu der Moralisierung des aufkommenden Bürgertums.

Heute wird ein Aufenthalt in einem FKK-Campingplatz sehr wahrscheinlich nicht mehr revoulutionär empfunden. Es ist einfach die Freude, unter Gleichgesinnten zu genießen: nackt, natürlich – einfach so.

Vielleicht spielt auch eine Rolle, dass man in einem solchen Urlaub auf einem FKK-Campingplatz abgeschirmt ist, von “den Anderen”. Dieses Gefühl erzeugt eine gemeinsame Basis mit den Gleichgesinnten. Auch das gehört zu einem Urlaub dazu: das Zuhause für die Seele: hier darf ich sein.

Wie auch immer: nackt oder angezogen, ein Campingplatz ist immer auch eine Welt für sich. Durch ihre Abgegrenztheit fühlt man sich verbunden, zugehörig und zuhause. Was will man mehr? Und immerhin gibt es auch für das Nacktsein schon viele Regeln.